AKTUELL

Marienvesper+ – 30.11. um 19.30 Uhr in der Leipziger Thomaskirche 

Am 30.11. um 19.30 erklingt endlich wieder unsere langersehnte Marienversper+ in der Leipziger Thomaskirche. Nachdem uns letztes Jahr ein paar Tage vor dem Konzert Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, freuen wir uns umso mehr, dass wir in dieser Adventszeit die Möglichkeit haben, wieder für Sie und euch zu musizieren. Gemeinsam mit unseren Solisten und dem Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Prof. Konstanze Beyer erklingen neben dem vermutlich bekanntesten Sakralwerk von Monteverdi Werke von Schütz, die in die Marienvesper mit eingeflochten werden. Eine Praxis, welche vielleicht auch zu Monteverdis Lebzeiten stattfand, da nicht überliefert ist, dass die Marienvesper steht als Ganzes erklingen sollte. Vielmehr gibt es Hinweise für die Aufführung einzelner Teile mit Unterbrechungen.

Im Umbruch zwischen Renaissance und Barock lieferte Monteverdi mit der Marienvesper ein Werk, das Altes mit Neuem verbindet. Die kunstvolle Mehrstimmigkeit wird in diesem Werk mit einem der modernsten musikalischen Mittel dieser Zeit, dem melodisch fließenden Gesang, verbunden. Losgelöst von allen liturgischen Zwängen, muss die Marienvesper als ein revolutionäres Werk verstanden werden.

Claudio Monteverdis Marienvesper ist nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ein wichtiges Werk der abendländischen Musikgeschichte. Ein echtes Muss für alle Musik-Liebhaber. Daher sollten Sie sich den Genuss dieses Konzertes nicht entgehen lassen. Karten gibt es online oder auch an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse, welche eine Stunde vor Konzertbeginn öffnet.

 

 

Unser neuer Chorleiter

 

 

Nun ist es endlich soweit. Nachdem wir uns bereits im Mai diesen Jahres für unseren neuen Chorleiter Clemens Flämig entscheiden haben, welcher uns schon nach kurzer Zeit durch seine präzise aber auch sehr einfühlsame Art des gemeinsamen musikalischen Schaffens in seinen Bann gezogen hat, haben wir nun die ersten Proben gemeinsam gesungen, gearbeitet und gelacht. Wir freuen uns sehr mit ihm als Ensemble musikalisch und privat zu wachsen und uns immer besser kennenlernen zu dürfen.

Wie es Clemens damit erging. Das erfahrt ihr hier/ erfahren Sie hier:

“Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn einen wiederholt Glückwünsche für einen Chor und dessen Leitungsübernahme erreichen, obwohl doch nur eine Bewerbungsprobe und einige Gespräche und keinerlei konkrete Chorarbeit mit dem Ensemble hinter einem liegen. So ging es mir jedenfalls in den vergangenen Sommermonaten.

Darum bin ich echt froh, dass wir jetzt proben und uns auf die ersten Auftritte vorbereiten. Zu den Motetten am 11. und 12. November in der Thomaskirche Leipzig werden u.a. Werke von Jacobus Vaet, Johann Ernst und Johann Ludwig Bach erklingen, die der Kammerchor noch nie gesungen hat. Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht den Chor zu hören… Herzliche Einladung!”

 

 

 

Rückblick

 

Leipzig, Juni 2022. Nach zwanzig Jahren gibt Ludwig Böhme die Leitung des Kammerchors Josquin des Préz ab, der maßgeblich durch ihn geprägt wurde und der aus dem Leipziger Kulturleben nicht mehr wegzudenken ist, sei es mit der jährlichen Aufführung von Monteverdis Marienvesper, aber vor allem durch seine Expertise, was die Werke des bedeutenden Renaissancekomponisten Josquin angeht. Nachdem bekannt geworden war, dass Ludwig Böhme die Leitung des Windsbacher Knabenchores übernimmt, bewarben sich 16 Kandidaten für seine Nachfolge beim Kammerchor Josquin des Préz. Von den vier Chorleitenden, die zum Probedirigat geladen wurden, machte Clemens Flämig das Rennen. Der Dirigent des Stadtsingechores zu Halle freut sich auf seine neue Aufgabe: „Die Vorstellungsprobe und der dort erlebte Funken zwischen dem Kammerchor und mir haben mich neugierig auf die nächsten Projekte ab September gemacht. Bis dahin wünsche ich dem Kammerchor Josquin des Préz noch alles Gute für die letzten Konzerte und Auftritte mit Ludwig Böhme.“

Clemens Flämig war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Ausgezeichnet mit dem Rudolf-Mauersberger-Stipendium studierte er in Freiburg, Mannheim, Trossingen und Berlin Kirchenmusik, Chorleitung und Gesang. Als Kirchenmusiker wirkte Flämig u. a. im evangelischen Bezirkskantorat Breisgau-Hochschwarzwald. Außerdem arbeitete er als Assistent im Freiburger Bachchor. Von 2011 bis 2014 war er Vizedirigent der Knabenkantorei Basel. Im Vokalensemble der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen ist er ständiges Mitglied und leitet dort Einstudierungen. Seit November 2014 ist er Chordirektor des Stadtsingechores zu Halle. Neben den regelmäßigen A-cappella- Auftritten des Stadtsingechores dirigiert Flämig Aufführungen mit der Staatskapelle und dem Händelfestspielorchester Halle. Clemens Flämig unterrichtet Dirigieren an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle.

Mit einem großen musikalischen Feuerwerk endet das chorleiterische Schaffen Ludwig Böhmes in Leipzig, bevor er nach Windsbach weiterzieht. Um so schöner ist es, dass seine beiden Leipziger Chöre mit dabei sind.

Flyer-Joram

Statement unseres ehemaligen Chorleiters Ludwig:

„Große Veränderungen kennzeichnen die letzten Jahre. Nun betreffen sie auch mich. Trotz aller Vorfreude auf die neue Aufgabe verlasse ich Leipzig natürlich auch mit einem weinenden Auge: Seit über 20 Jahren leite ich – sehr gern – den Kammerchor Josquin des Préz. Es waren (und sind) schöne, intensive und erfüllende Jahre. Hier habe ich mich als Student erstmalig verwirklichen dürfen, hier habe konnte ich mit tollen Sänger*innen und Musiker*innen arbeiten und als Musiker selbst wachsen. Der Kammerchor Josquin des Préz hat mich als Dirigent maßgeblich geprägt. Ich bin von Herzen dankbar über diese Zeit – vor allem denke ich gern an die 13 Jahre von „Josquin – Das Projekt“ zurück. Der Abschied fällt nicht leicht! Gern bleibe ich mit dem Kammerchor verbunden. Mit einem Konzert beim MDR Musiksommer am 08.07.2022 in Halberstadt werde ich mich verabschieden und danach die künstlerische Leitung eines wunderbaren Ensembles an meine/n Nachfolger/in übergeben.“

 

 

 

Tipp:

Wer auch zu Hause nicht auf unsere preisgekrönte Vokalmusik verzichten will, dem können wir unsere CDs empfehlen, die wir Ihnen gerne zuschicken. Bestellen können Sie diese für 18 EUR zzgl. Versand per E-Mail: info(Das hier war mal das ät Zeichen)josquindesprez.de

 

Alte Musik trifft auf neue Medien – Josquins größter Kanon 

Wir haben den Kanon qui habitat in adiutorio altissimi für 24 Stimmen von unserem Namensgeber Josquin des Préz aufgenommen, welcher auf der Homepage und unseren social Media Kanälen zu hören und sehen ist.  Da wir uns an die geltenden Hygienevorschriften hielten, haben wir die vier kunstvoll gefertigten Kanonstimmen für Sopran, Alt, Tenor und Bass in Stimmgruppen aufgenommen. Professionell wurden diese mit Audiotechnik versechsfacht, wodurch insgesamt 108 Kanonstimmen erklingen. Somit entstand eine lebendige Klangfülle, über welche Sie sich bei einem Klick auf unser Video selbst überzeugen können. Auch gibt es ein sehr interessantes Making of Video das wie ihnen ebenfalls sehr empfehlen können. Wir freuen uns sehr über Feedback und ein Like!


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KONZERTE

11.11.2022, 18:00 UhrLeipzig, ThomaskircheMotette
12.11.2022, 15:00 UhrLeipzig, ThomaskircheMotette
30.11.2022, 19:30 UhrLeipzig, ThomaskircheMarienvesper+Tickets

 
 


VITAE

Kammerchor Josquin des Préz

Gegründet 1987 zählt der Kammerchor Josquin des Préz heute zu den führenden Chören der Musikstadt Leipzig und ist eines der erfahrensten Ensembles für Alte Musik. Niemand kennt die Musik des wichtigsten Komponisten seiner Zeit – Josquin des Préz – so gut wie der Kammerchor! Erstmals weltweit erklang auf Initiative des Ensembles und unter Leitung seines langjährigen Dirigenten Ludwig Böhme von 2004 bis 2017 in 36 Konzerten das Gesamtwerk Josquins, rund 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons, zusammenhängend in einem Konzertzyklus. In spannenden Konzeptionen wurde die Musik Josquins stets mit anderen Komponisten kombiniert, unter anderem mit Monteverdis „Marienvesper“, zahlreichen Kantaten und Oratorien Bachs und Händels, aber auch Puccinis „Messa di Gloria“, Francis Poulencs „Gloria“ oder gar Schuberts 4. Sinfonie. Zahlreiche Konzertmitschnitte und Berichte von Deutschlandfunk Kultur und MDR Kultur begleiteten die Reihe. Die Leipziger Volkszeitung rezensierte viele Konzerte euphorisch: „Das hat Festivalniveau und könnte über weite Strecken ungeschnitten auf CD gebannt werden“.

Dass der Kammerchor ein erstklassiges Ensemble ist, zeigte sich zuletzt mit einem Sieg in der „Königsklasse“ der Kammerchöre beim 10. Deutschen Chorwettbewerb 2018 in Freiburg. Das Ensemble begeistert sowohl durch einen homogenen und kraftvollen Chorklang, durch überzeugende Qualität der einzelnen Stimmen sowie durch eine hohe Musikalität und Stilsicherheit.

CD-Produktionen beim Carus Verlag und beim Label raumklang dokumentieren das hohe Niveau des Kammerchores Josquin des Préz. Eingesungen wurden unter anderem die selten zu hörenden Bußpsalmen Orlando di Lassos, Musik von Thomaskantoren bis Johann Sebastian Bach und Hugo Distlers „Totentanz“.  Die CD „Missa Pange lingua“ mit Werken von Josquin des Préz, darunter zahlreiche Weltersteinspielungen, wurde mit dem Supersonic Award der Zeitschrift pizzicato ausgezeichnet und für den International Music Award nominiert. Bei Festivals wie dem MDR-Musiksommer, dem Bachfest Leipzig, dem Kurt-Weill-Fest Dessau oder der chor.com sind die Sängerinnen und Sänger gern gesehene Gäste. Über 600 Konzerte und zahlreiche Tourneen führten das Ensemble durch ganz Deutschland, außerdem nach Albanien, Rumänien und Argentinien. Zuletzt folgte der Kammerchor der Einladung zum Internationalen Gluck-Festival in Fürth 2021 und wirkte im selben Jahr als Backgroundchor im Song „Jede Stimme zählt“ von Unduzo mit.

Vier Dirigenten prägten bisher die musikalische Entwicklung des Ensembles: Raik Fischer (1987 – 1989), Steffen Kammler (1989 – 1997), Uwe Witzel (1997 – 2002) sowie Ludwig Böhme (2002 – 2022), der seit September künstlerischer Leiter des Windsbacher Knabenchores ist. Neue Impulse erfährt der Kammerchor seit Herbst 2022 in der Zusammenarbeit mit Clemens Flämig.


Clemens Flämig

Clemens Flämig war Mitglied im Dresdner Kreuzchor und erlebte so von Jugend an die Traditionen der mitteldeutschen Chorlandschaft. Nach seiner Schulzeit studierte er in Freiburg, Mannheim und Trossingen Kirchenmusik, Chorleitung und Gesang.

Als Kirchenmusiker wirkte Flämig u. a. im evangelischen Bezirkskantorat Breisgau-Hochschwarzwald und arbeitete außerdem als Assistent im Freiburger Bachchor. Von 2011 bis 2014 war Flämig Vizedirigent der Knabenkantorei Basel.

Seit November 2014 leitet Clemens Flämig den Stadtsingechor zu Halle, einen der ältesten Knabenchöre im mitteldeutschen Raum. Neben den regelmäßigen A-cappella-Auftritten des Stadtsingechores dirigiert Flämig auch Aufführungen mit der Staatskapelle und dem Händelfestspielorchester Halle.

Neben seiner solistischen Tätigkeit als Tenor sang Clemens Flämig in Vokalensembles wie dem Stuttgarter Kammerchor, RIAS-Kammerchor, Rundfunkchor Berlin und Balthasar-Neumann-Chor. Im Vokalensemble der Johann-Sebastian-Bach-Stiftung St. Gallen singt er regelmäßig und übernimmt dort auch Einstudierungen.

Seit September 2022 ist er künstlerischer Leiter des Kammerchores Josquin des Préz in Leipzig.

Clemens Flämig unterrichtet Chor- und Orchesterleitung an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle.

 


MEDIEN

Hörbeispiele


Diskographie

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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