AKTUELL

 

 

Ludwig im Tauchgänge Podcast

Auch wenn wir dieses Jahr sehr eingeschränkt waren, so durfte doch eines zur Weihnachtszeit nicht fehlen: nein, nicht nur das leckere Essen, sondern natürlich das Singen! Unser Chorleiter Ludwig war bei Dr. Katrin Visse von der Katholischen Akademie in Berlin e.V. zum Gespräch eingeladen worden. In einer anregenden Stunde sprachen die beiden ausführlich über das Singen insbesondere zur Weihnachtszeit. Nachhören kann man das Gespräch bei Youtube sowie Apple und auch Spotify oder auch hier.

Also nichts wie los, Kopfhörer aufgesetzt und ab. Und wer vllt doch eher gegessen als gesungen hat –  als kleiner Tipp: auch beim Sport gegen die Weihnachtskalorien ist der Podcast ein super Begleiter.

 

 

Absage: JOSQUIN 500 – Festtage vom 25.-28.11.2021

 

Aufgrund der aktuellen sächsischen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus werden vom 23.11.-12.12.2021 alle sächsischen Kultureinrichtungen geschlossen, Konzerte und Kulturveranstaltungen sind untersagt. In diesen Zeitraum fallen auch die Festtage JOSQUIN 500, die vom 25.11.-28.11.2021 stattfinden sollten und deren Absage ich heute verkünden muss.

Als Intendant und künstlerischer Leiter der Festtage JOSQUIN 500 und im Namen meines Organisationsteams sowie der Sängerinnen und Sänger des Kammerchores Josquin des Préz möchte ich Stellung beziehen:

Wir anerkennen die Notwendigkeit der Maßnahmen. Die Verbreitung des Coronavirus ist uns allen so nahegekommen wie niemals zuvor. Im Bewusstsein dieser rasant steigenden Verbreitung ist ein gemeinsames, motiviertes Musizieren in den letzten Wochen immer schwieriger geworden. In dieser Infektionslage sind alle Maßnahmen, die zur Senkung der Infiziertenzahl beitragen zu begrüßen.

In den nächsten Tagen werde ich mit meinem Organisationsteam das weitere Vorgehen beraten und die Konsequenzen für JOSQUIN 500 erarbeiten und kommunizieren. Wir bedauern die Absage sehr.

Zwei Jahre Arbeit stecken in JOSQUIN 500. Bereits Ende 2019 haben wir ein Konzept erarbeitet. Anfang 2020 startete die Vorbereitung: Künstlerinnen und Künstler, Kooperationspartner, Veranstaltungsorte wurden gesucht, angefragt und gefunden, mit ihnen haben wir geplant und entwickelt. Förderanträge wurden geschrieben und eingereicht, Finanzierungen aktualisiert, Mittel beantragt und genehmigt. Wir haben Werbekonzepte diskutiert und beschlossen, das Festival redaktionell und inhaltlich gefüllt und präsentiert. Ticketangebote wurden an begrenzte Platzkapazitäten angepasst, Hygienekonzepte abgestimmt, genehmigt und zuletzt wöchentlich gerändert. Hinter jeder einzelnen Konzertkarte, ob verkauft oder nicht, steckt Arbeit. Notenmaterial wurde gekauft oder erstellt, eingerichtet und verteilt. Unzählige E-Mails wurden geschrieben, Fragen beantwortet, kleine und große Herausforderungen gemeistert. Und seit einigen Wochen wird aus Planung endlich Kunst: Proben laufen auf Hochtouren – über 100 Musikerinnen und Musiker – von Studierenden bis hin zu international renommierten Künstlern – haben an den insgesamt ca. fünf Stunden Repertoire geübt. Alles ist vorbereitet – jetzt wollten wir es präsentieren! Stattdessen wird das, für das so viel Vorbereitung nötig ist – die Musik – nun wieder einmal nicht stattfinden können. Organisation und Planung gehen indessen weiter.

So wie uns geht es vielen. Es ist nur ein Beispiel.

Mein Beruf hat sich in den letzten zwei Jahren gewandelt: Früher stand die Musik im Mittelpunkt. Heute dominieren Organisation und Planung. Seit Pandemiebeginn habe ich alle Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erfüllt, oft auch übererfüllt. Ich verstehe auch, dass die Auftrittsbedürfnisse von Musikerinnen und Musikern zeitweise zugunsten der Pandemiebekämpfung zurücktreten mussten.

Ich bin jedoch überzeugt, dass wir den de-facto-Lockdown bei einer höheren Impfquote heute nicht hätten. Die Freiheit jedes Einzelnen für oder gegen eine Impfung beeinflusst die Freiheit aller. Nicht der Einzelne, aber die Summe an Nichtgeimpften hat entscheidend dazu beigetragen, dass viele – auch ich – in ihrer Freiheit nun wieder eingeschränkt werden und ihren Beruf nicht ausüben dürfen. Die Politik hat es deutlich an Weitsicht mangeln lassen, diese Situation zu verhindern.

Deshalb sagen wir: Ja, wir müssen jetzt wieder dicht machen. Aber wir sind stinksauer, dass es so kommen musste! In diesem Herbst hätte es vermieden werden können.

Die Welt wird ohne JOSQUIN 500 nicht untergehen. Aber JOSQUIN 500 hätte sie ein kleines bisschen schöner gemacht.

Ludwig Böhme

Künstlerischer Leite

PS: Auf unserer Homepage www.josquin500.de halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

 

 

 

Rückblick

 

Gemeinsame Single mit Unduzo

 

Wir freuen uns immer noch riesig, dass wir uns bei dem wundervollen Album „Friede,Freude,Götterfunken“ von den tollen @unduzo_acapella beteiligen durften. Ihr hört uns als Chor im Song „Jede Stimme zählt“. Die Single könnt ihr bereits jetzt auf Spotify und Co hören. Die gesamte Platte erscheint dann ab dem 20. November. Wer gar nicht mehr warten mag, kann sich diese auf der Homepage www.unduzo.de bestellen. Auch gibts ein tolles Video: https://www.youtube.com/watch?v=1F1IUu4eB70 . Anschauen lohnt sich 🙂

 

 

Kammerchor schnuppert Opernluft

Im September waren wir bei dem Gluck-Festival 2021 als „Opernsänger*innen“ zu hören. In Glucks Orfeo ed Euridice waren wir der Chor der Unterwelt. Wer bei der Premiere in Fürth dabei sein könnte, hat im Mai 2022 nochmals die Gelegenheit. Wir – die Furien aus der Unterwelt – freuten uns sehr, Opernluft schnuppern zu können und sind schon voller Vorfreude auf die Aufführungen im Jahr 2022.

 

Konzerte in Rheinland-Pfalz

Ein herrliches Wochenende mit Wein und Gesang  verbrachten wir im September in Rheinland-Pfalz. Zu hören waren wir am 11.9 um 19 Uhr in Spay, Kath. Kirche St. Lambertus sowie am 12.9 um in Schotten, Liebfrauenkirche um 16 Uhr und 18.30 Uhr.

Vielen Dank an Willi Becker und sein Team für die tolle Organisation, die wunderbare Verpflegung und Unterkunft sowie die schönen gemeinsamen Stunden. Wir kommen gerne wieder!

 

 

Tipp:

Wer auch zu Hause nicht auf unsere preisgekrönte Vokalmusik verzichten will, dem können wir unsere CDs empfehlen, die wir Ihnen gerne zuschicken. Bestellen können Sie diese für 18 EUR zzgl. Versand per E-Mail: info(Das hier war mal das ät Zeichen)josquindesprez.de

 

Alte Musik trifft auf neue Medien – Josquins größter Kanon 

Wir haben den Kanon qui habitat in adiutorio altissimi für 24 Stimmen von unserem Namensgeber Josquin des Préz aufgenommen, welcher auf der Homepage und unseren social Media Kanälen zu hören und sehen ist.  Da wir uns an die geltenden Hygienevorschriften hielten, haben wir die vier kunstvoll gefertigten Kanonstimmen für Sopran, Alt, Tenor und Bass in Stimmgruppen aufgenommen. Professionell wurden diese mit Audiotechnik versechsfacht, wodurch insgesamt 108 Kanonstimmen erklingen. Somit entstand eine lebendige Klangfülle, über welche Sie sich bei einem Klick auf unser Video selbst überzeugen können. Auch gibt es ein sehr interessantes Making of Video das wie ihnen ebenfalls sehr empfehlen können. Wir freuen uns sehr über Feedback und ein Like!


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KONZERTE

27.08.2021, 19:00 UhrLeipzig, ThomaskirchePräludium - Konzert zum 500. Josquin-TodestagDetails

Tickets
11.09.2021, 19 UhrSpay, Kath. Kirche St. LambertusRhein: Gedenkkonzert 20 Jahre „09/11“Tickets
12.09.2021, 16 Uhr & 18:30 UhrSchotten, LiebfrauenkircheKonzert Details & Tickets
16.09.2021, 19:30 UhrFürth, StadttheaterC. W. Gluck: Orfeo ed Euridice (Konzertante Aufführung)Details & Tickets
27.11.2021, 19:30 UhrLeipzig, ThomaskircheMarienvesper+
25.11.-28.11.2021LeipzigFestwochenende 500 Jahre Josquin
Details & Tickets

 
 


VITAE

Kammerchor Josquin des Préz


Der Kammerchor Josquin des Préz zählt zu den führenden Chören der Musikstadt Leipzig und ist eines der erfahrensten Ensembles für Alte Musik.

Niemand kennt die Musik des wichtigsten Komponisten seiner Zeit – Josquin des Préz – so gut wie der Kammerchor! Erstmals weltweit erklang auf Initiative des Ensembles und unter Leitung seines Dirigenten Ludwig Böhme von 2004 bis 2017 das Gesamtwerk Josquins, rund 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons, zusammenhängend in einem Konzertzyklus. Die 36 Konzerte der Reihe „Josquin – Das Projekt“ fanden hauptsächlich in Leipzigs Thomaskirche statt. In spannenden Konzeptionen wurde die Musik Josquins stets mit anderen Komponisten kombiniert, unter anderem mit Monteverdis „Marienvesper“, zahlreichen Kantaten und Oratorien Bachs und Händels, aber auch Puccinis „Messa di Gloria“, Francis Poulencs „Gloria“. oder gar Schuberts 4. Sinfonie. Zahlreiche Konzertmitschnitte und Berichte von DLF Kultur und MDR Kultur begleiteten die Reihe. Die Leipziger Volkszeitung rezensierte viele Konzerte euphorisch: „Das hat Festivalniveau und könnte über weite Strecken ungeschnitten auf CD gebannt werden“.

Dass der 1987 gegründete Kammerchor ein erstklassiges Ensemble ist, zeigte sich aktuell mit einem Sieg in der „Königsklasse“ der Kammerchöre beim 10. Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg. Das Ensemble begeistert sowohl durch einen homogenen und kraftvollen Chorklang, durch überzeugende Qualität der einzelnen Stimmen, sowie durch eine hohe Musikalität und Stilsicherheit.

Vier Dirigenten prägten die musikalische Entwicklung: Raik Fischer (1987–1989), Steffen Kammler (1989– 1997), Uwe Witzel (1997–2002); seit 2002 ist Ludwig Böhme künstlerischer Leiter.

CD-Produktionen beim Carus Verlag und beim Label „raumklang“ dokumentieren das hohe Niveau des Kammerchores Josquin des Préz. Eingesungen wurden unter anderem die selten zu hörenden Bußpsalmen Orlando di Lassos, Musik von Thomaskantoren bis Johann Sebastian Bach und Hugo Distlers „Totentanz“.  Die CD „Missa Pange lingua“ mit Werken von Josquin des Préz, darunter zahlreiche Weltersteinspielungen, wurde mit dem Supersonic Award der Zeitschrift „pizzicato“ ausgezeichnet und für den „International Music Award“ nominiert.

Über 500 Konzert und zahlreiche Tourneen führten die Sänger durch West- und Osteuropa. Bei Festivals wie dem MDR Musiksommer, dem Mosel Musikfestival, dem Kurt-Weill-Fest Dessau, der chor.com oder dem Bachfest Leipzig sind sie gern gesehene Gäste. Vom Goethe-Institut wurde der Chor zum Kulturbotschafter Deutschlands erkoren und mit dieser Mission auf Reisen geschickt, so 2006 nach Albanien und 2012 nach Argentinien.


Ludwig Böhme

Ludwig Böhme liebt Vokalmusik – als Sänger, Dirigent, Arrangeur und Dozent. Er war Mitglied des Leipziger Thomanerchores und studierte Chordirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

1999 gründete er mit anderen ehemaligen Thomanern das Calmus Ensemble. Bis heute ist er der Bariton des Quintetts, das zu den führenden Vokalgruppen unserer Zeit zählt und mit großer stilistischer Vielfalt weltweit Erfolge feiert – 2019 gewann Calmus einen OPUS Klassik.

Seit 2002 leitet er den Kammerchor Josquin des Préz, ein semiprofessionelles Ensemble, spezialisiert auf Alte Musik, aber ebenso offen für andere Epochen – a cappella wie chorsinfonisch. Böhme war Intendant und Initiator der Konzertreihe „Josquin – Das Projekt”, der weltweit ersten Gesamtaufführung des josquinschen Werkes, die 2004 in der Leipziger Thomaskirche begann und dort 2017 ihr umjubeltes Finale feierte.

Im April 2012 übernahm Böhme zudem die künstlerische Leitung des Leipziger Synagogalchores, des vielfach ausgezeichneten und einzigen deutschen Ensembles, dass sich ausschließlich auf jüdische Musik in all ihrer Vielfalt spezialisiert hat.

Ludwig Böhme unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle/Saale, er gibt regelmäßig Workshops und Meisterkurse für Chöre und Ensembles (u.a. Stimmen Festival Lörrach, Bachwoche Stuttgart), er leitet große Chorprojekte und ist Juror bei Wettbewerben.

Die Qualität seines sängerischen und dirigentischen Schaffens belegen nicht nur regelmäßige Rundfunk- und Fernsehproduktionen, sondern auch Preise bei allen Wettbewerben an denen er teilnahm: in Deutschland (erstmals beim Deutschen Musikwettbewerb 2002, aktuell als Gewinner beim Deutschen Chorwettbewerb 2018), Belgien (2003), Spanien (2005), Finnland (2005) und den USA (2009). Auch etliche der über 20 CD-Produktionen wurden mit Supersonic- und CARA-Awards prämiert. 2009 gewann Calmus einen ECHO Klassik.

Immer wieder kommt es zu Projekten mit anderen Künstlern, z.B. mit Elke Heidenreich, Bruno Ganz, der HR Bigband, dem MDR Sinfonieorchester, der Lautten Compagney, Hille Perl oder Wenzel & Band. Über 1200 Konzerte gab Ludwig Böhme: bei den großen deutschen Festivals (Schleswig-Holstein Musikfestival, Musikfest Stuttgart, Dresdner Musikfestspiele, Mosel Musikfestival, chor.com, u.v.a), in zahlreichen europäischen Ländern, in Israel, Südamerika und regelmäßig in den USA – inklusive Carnegie Hall, Lincoln Center und Met-Museum.

Ludwig Böhme studierte Chordirigieren in Leipzig. 1999 gründete er das Calmus Ensemble und ist bis heute Bariton des Quintetts. Seit 2002 leitet er den Kammerchor Josquin des Préz, seit 2012 den Leipziger Synagogalchor, das einzige deutschen Ensemble, dass sich ausschließlich auf jüdische Musik spezialisiert. Er unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle, gibt Workshops und Meisterkurse. Über 20 CDs und zahlreiche Preise, u.a. ein Echo und ein Opus Klassik, dokumentieren sein Schaffen. Böhme konzertiert bei großen deutschen Festivals, in Europa, Israel, Südamerika und regelmäßig in den USA. Zu Kooperationen kam es mit Elke Heidenreich, der HR Bigband, dem MDR Sinfonieorchester, der Lautten Compagney u.v.a.


MEDIEN

Hörbeispiele


Diskographie

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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